Sgraffitos

Die Außenwände sind mit einer nennenswerten Reihe von Sgraffitos dekoriert. Diese hispanoarabische ornamentale und architektonische Technik wird benutzt, um den Verputz zu dekorieren. Dabei wird die obere Schicht der verputzten Oberfläche gemäß einem Muster abgekratzt (die Technik entsteht mittels Zweifarbendruck: zwei Schichten aus Gips oder Kalk mit verschiedenfarbigem Sand werden aufgetragen und beim Abkratzen hebt sich die untere von der äußeren Schicht farblich ab).

Die geometrischen Muster bilden Streifen, welche die Wandflächen einrahmen: Sterne innerhalb von Kreisen, Rauten im Schachmuster und Formen die ein Natursteinmauerwerk darstellen und den Wänden, speziell den Kanten, eine edle Erscheinung verleihen. Die wichtigsten Sgraffitos befinden sich an der Fassade. Sie bilden eine Randverzierung unterhalb des Vordaches der mittleren Wandfläche, verlaufen vertikal unterhalb der Dachrinnen und bestehen aus einem Streifen mit Kreisen und sechsblättrigen Rosetten die sich stets wiederholen und von zwei weiteren Randstreifen mit Rauten und Dreiecken, eine auf jeder Seite, umschlossen werden. Die Flächen oder runden Segmente, die die zwei Seitenteile bekrönen, wurden außerdem mit horizontal oder parallel zum Bogen verlaufenden Linien aus Quadraten, Kreisen, Halbkreisen und konzentrischen Bögen verziert. Zwei weite Streifen verlaufen vertikal von den hohen Kanten bis zum Boden unter Nachahmung eines Natursteinmauerwerks und rahmen in dessen Innenraum eine Randverzierung aus Rauten und Dreiecken ein. An den Seitenwänden der Fassaden, unterhalb des Dachs und rund um die Bögen und Fenstern gibt es auch Sgraffitos. Man kann auch ein paar bekannte einzelne Motive wie Rosetten oder Sonnen erkennen.